Aktuelle Veranstaltungen

Wir laden ein zu unserer Veranstaltung zum Gedenken an die Zerstörung der Synagoge vor 80 Jahren und an das, was heute vor unseren Augen geschieht, was wir so nicht hinnehmen dürfen.


Gedenkveranstaltung am 9. November 2018, um 18.00 Uhr
Frankfurt- Höchst, Ettinghausenplatz

Es spricht Pfr. i. R. Albert Seelbach
Enthüllung der Gedenktafel am Bunker durch Stadträtin Sautner
Darstellung des Projekts „Nachspüren“ der Leibniz-Schule
Musikalische Beiträge von Schülerinnen und Schülern der Leibniz-Schule

 

Film 2018 im Filmforum Frankfurt Höchst, Emmerich-Josef-Str.46 a

Sonntag, 11.11.18, 18.30 Uhr
„Shoah“ Teil 1, 274 Min.
Regie: Claude Lanzmann Frankreich, 1974-1985
(In Zusammenarbeit mit der AG „Geschichte und Erinnerung“) 

Montag, 12.11.18, 18.30 Uhr
„Shoah“ Teil 2  293 Min.
Regie: Claude Lanzmann, Frankreich 1974 - 1985

 

Erschreckende Parallelen  1938 und 2018

Das Jahr 1938 steht für eine neue Dimension der Gewalt gegen Juden, für den Übergang von der Diskriminierung und Entrechtung zur systematischen Verfolgung, Beraubung, Vertreibung und Ermordung.

1938: Die ersten Deportationen erfolgten im Oktober, als Juden polnischer Herkunft, die seit Jahrzehnten in Deutschland gelebt und gearbeitet hatten, abgeschoben wurden. Davon waren - wie wir wissen - Höchster Familien betroffen.
Vergessen ist weitgehend, dass im April die Annexion Österreichs erfolgte. Damit war ein Zufluchtsort für Juden verloren. Die anderen Nachbarstaaten fürchteten einen noch größeren Zustrom jüdischer Emigranten und verschärften die Einwanderungsbedingungen.
Der Nicht-Eingriffs Pakt der Alliierten im „Münchner Abkommen“ (August) ermöglichte Hitler den Einmarsch in die Tschechoslowakei, wo bereits viele Juden lebten. Dieses Land war Fluchtpunkt vieler deutscher und österreichischer Juden, Intellektueller und Regimegegner.
Die Konferenz in Evian (Juli), scheinbar in guter Absicht gestartet um Erleichterungen für jüdische Flüchtlinge zu schaffen, endete in einem Desaster: Die Delegierten aus 32 Ländern beschlossen, dass sie keine Einwanderungsländer seien, weil sie Angst hatten, Rassismus bzw. Antisemitismus zu importieren.
Diese Erfahrung führte nach 1945 zur Etablierung der Menschenrechte und des im Völkerrecht verankerten Flüchtlingsschutzes. Ein zweites „Evian“ sollte. für immer verhindert werden.
2018:   Ende Juni, fand ein Treffen der 28  EU - Länder statt, um Migrations-  und Asylpolitik zu beraten und eine gemeinsame Strategie zur Lösung der Probleme zu verabschieden. Das Ergebnis war Ausgrenzung, Abschreckung, Schutzverweigerung, Abwehr.

80 Jahre nach Evian scheinen die Lehren der Geschichte wieder in Vergessenheit geraten zu sein. Eine erschreckende Parallele